HB9BLOG

Schweizer Amateurfunk-Weblog für DX, Kontest, CW und mehr.

01 September 2008

IOTA und Leuchtturmexpedition zur Azoreninsel Santa Maria CU1

Aus Deutschland, Portugal und der Schweiz trafen am 20. Juli Luis CT1EEQ, Arlindo, CT1EGW, Lutz, DL9DAN, Ruedi HB9CQL und Hermann, HB9CRV auf Santa Maria, CU1 ein, wo uns Antonio, CU8AS erwartete. Antonio war bereits am 17.7. eingetroffen, und hatte sich um den Transport des Materialcontainers vom Hafen zu unserem QTH in Terras do Raposo im Osten der Insel gekümmert. Antonio informierte uns, dass er sofort zur Beerdigung eines Neffen nach Portugal abreisen müsse und am Mittwoch Abend zurück sei. So mussten wir den Aufbau der Antennen ohne ihn bewältigen, was zum Teil recht knifflig war, da Antonio den Materialcontainer gepackt hatte: Wo ist was war die am häufigsten gestellte Frage.


QSL-Karte von CU1F bzw. CU1B

Am Dienstag Abend standen auf einem Hügel hinter dem Haus der Cushcraft A3S Beam mit 40m/80m/160m inverted V Coaxdipol darunter und auf der Wiese vor dem Haus Butternut HF9V, 4 el. 6m Beam und 12m/17m/30m Kelemen Dipol. Überraschenderweise hatte es Antonio geschafft, bereits am Dienstag Abend wieder auf Santa Maria einzutreffen und so konnten wir den Antennenbau am Mittwoch mit der Installation der BMW Loopantenne abschliessen.
Am Mittwoch reiste Tony, CU2HJA von Sao Miguel per Schiff an. Er brachte seinen Landrover, voll gepackt mit Lebensmitteln, mit.
Unser QTH war in Terras do Raposo. Das ist ein kleiner Ort oberhalb des Leuchtturms Goncalo Velho an der Süd-Ostspitze von Santa Maria gelegen. Das Haus hat 3 Schlafzimmer, ein grosse Wohnzimmer, welches als Shack für die Runningstation und die digitale Station und auch als Esszimmer gebraucht wurde und eine grosse Küche, in der die 3. Station stand und in der unser Koch Tony CU2HJA fleissig kochte.
Leider war in dem Haus in Terras do Raposo nicht genug Platz für die gesamte Mannschaft und so mussten wir weitere Häuser in Lagoinhas an der Nordküste dazu mieten. Damit wurden dann auch Leihwagen fällig, was eigentlich auch nur dank der Vermittlung von Antonio gut geklappt hat.
Als Stationen hatten wir einen FT1000MP plus Challenger II PA 1 kW out, meinen K3 mit FET PA 500 Watt out, einen neuen IC7000 von Lutz für die digitalen Modes, einen Alinco für die 6m Bake und als Reserve einen IC736. Die Technik hat gut durchgehalten mit Ausnahme eines Schaltnetzteiles für die FT PA. Dort ist eins von sechs Modulen ausgestiegen. Und ein kW Automatictuner von MFJ gab ebenfalls den Geist auf.
Wir waren je nach Ausbreitungsbedingungen mit 2-3 Stationen parallel QRV. 6m wurde als CU1B mit einer Bake auf 50.113 MHz bedient. Sobald Bandöffnungen auftraten, wurde abwechselnd in CW und SSB gearbeitet. Die weitesten Verbindungen gelangen mit UU6JJ (KN75) und UT7IL in die Ukraine. Kanada und die Ostküste der USA konnten eher selten gearbeitet werden, da in diese Richtung der Pico Alto mit 587 Metern Höhe im Weg war. Puerto Rico wurde ebenfalls gearbeitet.


QSL-Karte von CU1T

Am 7.8.08 hatten wir eine sehr schöne 6m Tropoöffnung nach Europa und konnten total 193 QSOs realisieren. Da die Lizenz von CU1B nur bis zum 3.8. gültig war, wurde unter CU1/CT3FN gearbeitet. Dabei kamen Stationen aus 9A, CT, DL, EA, F, GM, G, HA, HB9, IV3, IT, OK, ON, OY, OZ, PA, SM, SP, und SV ins Log. Die Öffnung dauerte von 15.58 UT bis 18.00 UT. Ruedi, HB9CQL war bereits wieder zurück in der Schweiz und konnte uns auf 6m in CW erreichen!


Im IOTA Contest arbeiteten wir als CU1T m/s mixed Mode. Es wurden in 3h Schichten abgewechselt und pro Schicht war je ein CW und SSB Operator eingeteilt. So konnten wir rasch auf Bandöffnungen resp. Angehobene Condx mit Wechsel der Betriebsart reagieren und von CW mit hauchdünnen Signalen auf SSB umstellen.

BAND----SSB---IOTA---CW---IOTA---Points-----AVG
--80-------26------26----13-------13-----585-----15.00
--40-------72------39---135------30----1667-------8.10
--20----1009------72---473------33----7974-------5.38
--15-------82------29---132------27----1554-------7.26
--10------169------16-----7-------7------984-------5.59
Total----1358-----182--760-----110---12774-------6.03

TOTAL QSO: 2188
TOTAL SCORE : 3 730 008

Die Propagation war mässig und wir hatten nur kurze Öffnungen auf 10m und 15m. Damit trug das 20m Band mit 1482 QSOs die Hauptlast der Verbindungen.
Vor und nach dem IOTA Contest sowie im EU HF Championship wurde unter CU1F gearbeitet und der Leuchtturm WLOTA LH 2978 verteilt.

Band----SSB----CW----RTTY----Dupe
160--------0------1---------0--------0
-80--------3-----92---------0--------3
-40-------88----499--------0-------27
-30--------0----684--------0-------23
-20----2094---2116-------71------249
-17--------9-----830-------0-------50
-15----551--682------0-----40
-12------0--221------0------4
-10------0---60------0------2
Total-2745-5197-----71----397

TOTAL QSO : 8010 ohne 397 Dupes

Vom 4.8. bis 7.8. waren dann nur noch Antonio, CU8AS und Hermann, CT3FN / HB9CRV als CU1/ home call QRV.
Gesamthaft war unsere Expedition nach Santa Maria mit total 13'806 QSOs sehr erfolgreich:

CU1F---------8407 QSOs
CU1T---------2118 QSOs
CU1B----------174 QSOs
CU1/CT3FN----1872 QSOs
CU1/CU2HJA-----50 QSOs
CU1/CU8AS------53 QSOs
CU1/DL9DAN----320 QSOs in Digimodes
CU1/CT1EGW----612 QSOs
CU1/CT1EEQ----200 QSOs

Am Freitag, 8.8. wurden die Antennen demontiert und in den Container für den Transport nach Flores, CU8 verpackt. Dabei passierte beim Abkippen des A3S Beams ein Missgeschick: Der Mast mit dem Beam kippte seitlich weg und der Beam wurde wieder demoliert. Antonio hatte diesen Beam, welcher 2007 im Vorfeld des IOTA Contests durch einen Sturm zerstört worden war, sorgfältig repariert und nun war er erneut kaputt. Pech!


A3S nach dem Unglück

Zum Schluss noch die obligatorische Frage, wohin es nächstes Jahr geht: Nach Faial, CU7!
Ein Dankeschön geht an unseren Sponsor SDXF und auch an die SATA, welche für das umfangreiche Mehrgewicht keinen Euro verlangte.

73’s Hermann, HB9CRV / CT3FN

09 Mai 2008

HB2008CA on the air

Am 2. Mai hat HB9CA zum ersten Mal vom Sonderrufzeichen zur Fussball-EM, HB2008CA, Gebrauch gemacht.
Die Pileups waren auf Anhieb enorm und es kommt spontan DXpeditions-Feeling auf (mal von der anderen Seite). Mancher Operator hat wohl zum ersten Mal vom Splitbetrieb und dem Arbeiten nach Nummern Gebrauch gemacht.
Die Logs werden laufend bei www.logsearch.de deponiert. Bei Eingabe eines gearbeiteten Rufzeichens (z.B. OE2008A) erscheint auch die Statistik mit den QSO pro Mode und Band.
Ausserdem werden die QSO auch per LoTW bestätigt.
Der Versand der QSL-Karten erfolgt zentral über die QSL-Büros.

vy 73, Stephan, HB9DDO

26 September 2007

CU8T – Mit Murphy zum IOTA Contest 2007

Von Hermann, HB9CRV, CT3FN

Das Vorausteam, bestehend aus Antonio, CT1EPV, und Tony, CU2HJA, hatte ganze Arbeit geleistet, als wir – Arlindo, CT1EGW, Jürgen, DJ2VO, Tozé, CT1GFK, mit XYL Lysdalia und Tochter Constanza sowie der Verfasser, CT3FN – am 19. August 2007 auf der Azoren-Insel Flores ankamen. Da stand nämlich ein 18 m hoher Stahlgittermast, bestückt mit einem Cushcraft A3S-Beam sowie einem 80m-Dipol als inverted V, bereit. Weil auch der 4-Element-6m-Beam bereits installiert war, konnte ich die 6m-Bake bereits am 20. Juli in Betrieb nehmen. Als wir am Leuchtturm-QTH eintrafen, lief auf 50113 kHz die Bake, mit Rückmeldung auf mein Handy.

Die verbleibenden Antennen waren schnell aufgebaut: Ein Four-square-array für 40m und eine Butternut HF9V. Für das Four-Square benutzten wir einen VdL-Glasfiber-Teleskopmasten und befestigten an dessen Spitze, auf 15 m Höhe, 40 m lange Seile. Diese dienten sowohl zur Abspannung, als auch als Halterung für die Elemente. Ein Bild unserer Antennenfarm ist hier zu sehen: Antennenfarm CU8T.

Am Montag, den 23. Juli 2007, waren alle Antennen installiert, und bis auf die Einrichtung des Shacks waren wir für den IOTA Contest bereit. Tony installierte in den beiden Garagen eine 12VDC-Beleuchtung, welche aus der Solaranlage von Antonio versorgt wurde. Der Shack ist mit vier Solarpanelen und 625-Ah-Akkumulatoren ausgestattet und erlaubt den parallelen Betrieb von zwei 100-Watt-Transceivern sowie der 500-Watt-FET-PA. Für größere Leistungen stand ein 4,5-kW-Dieselgenerator zur Verfügung, den wir während des IOTA Contests nutzten.

Da unsere Abreise für den 1. August vorgesehen war und wir nach dem Contest nicht mehr QRV sein konnten, begannen wir, unter CU8/home-call mit der Aktivierung des Leuchtturmes Albarnaz, WLOTA LH-0947 resp. ARHLS AZO 016. Die erste 6m-Öffnung ereignete sich bereits am 20. Juli, um 18.30 UT, nach EI (EI7IX). Am folgenden Tag ging das Band bereits um 12.51 UT auf, mit einem QSO mit IS0/I2MOV. Ich ließ den Lunch aus und arbeitete mich durch diese große Öffnung, welche bis 15.34 UT, bis zum QSO mit 1A0KM, andauerte.

Die nächste größere Öffnung erlebten wir am 25. Juli, um 16.10 UT schließlich kamen plötzlich HA-Stationen durch. Das Wetter während dieser Öffnung war sehr schlecht, mit starkem Regen und Wind, und eigentlich hatten wir während dieses Wetters kein Tropo-DX erwartet. Während dieser Öffnung wechselte ich mich periodisch mit Arlindo ab, der SSB-Betrieb machte.

Am Freitag vor dem IOTA Contest frischte der Wind zum Sturm auf. Wir realisierten, daß der VdL-Mast als Folge der durch den Sturm verursachten Schwingungen langsam ineinanderrutschte. Auf Madeira habe ich dreimal erlebt, welch gräßliches Geräusch ein brechender Glassfibermast erzeugt, und damit das nicht wieder geschieht, wurde der Mast rasch eingefahren und abgebaut. Anstelle des VdL-Mastes montierten wir einen 18 m hohen Glasfiber-Steckmast aus Schweizer Militärbeständen. Dieser Mast überstand klaglos den folgenden Sturm.

Freitag nacht brach der Strahler des A3S-Beams in der Mitte ab, und die Hälfte fiel herunter. Was nun? Eine Reparatur einige Stunden vor dem Contest und während der Sturm zum Orkan auffrischte, war undenkbar. Da wir am Tower vorbei zum Generatorhäuschen laufen mußten, schützten wir unsere Köpfe mit Bauhelmen vor herunterfallenden Antennenteilen.

A3S, bevor der Sturm den Tower fällte:

Wir machten das Beste aus der Situation und montierten als Ersatz für den A3S einen drehbaren Dipol für 10m, 15m und 20m. Der Dipol wurde anstelle des 6m-Beams in nur 6 m Höhe montiert, beide Dipolenden wurden mit 6 mm starken Nylonseilen gegen das Davonfliegen befestigt. So starteten wir in den Contest mit der HF9V, dem drehbaren Dipol, der 40m-Four-Square sowie der 80m-inverted-V. Doch es kam noch schlimmer: Später am Nachmittag brach mit Getöse der 18m-Tower in der Mitte: Totalschaden, und kein 80m-Dipol mehr. Aus den Resten des Towers versuchten Antonio und ich einen 15m-Mast für den 80m-Dipol zu bauen:

Aber wir mußten bald einsehen, daß das Unterfangen im Sturm zu gefährlich war, wir gaben auf.

An der HF9V riß der Sturm den 15m-Stub weg. Ein Aufenthalt außerhalb des Shacks wurde sehr gefährlich, riß doch dieser Antonio (120 kg) mehrfach um! Doch wir ließen uns nicht unterkriegen und machten weiter. Allerdings ist es hart, mit einer 8 m langen GP auf 80m QSOs zu fahren. Immerhin betrug die Distanz bis Lisabon zweitausend Kilometer, bis nach DL über viertausend.

Der nächste Ausfall betraf die FET-PA, die nach einigen Stunden Contest nicht mehr auf Sendung gehen wollte. So mußte die Search-and-Pounch-Station mit nur 100 Watt auskommen. Nach dem Contest fand ich heraus, daß die Ursache nicht die FET-PA, sondern das Reedrelais im IC736 war.

Die OPs wechselten alle drei Stunden, wir hatten stets je einen SSB- und CW-OP an der Station. Sobald ein Band "richtig" aufging, wechselten wir von CW auf SSB. Leider waren die Signale am drehbaren Dipol in nur 6 m Höhe über Grund so leise, daß mehrheitlich in CW gearbeitet werden mußte. Wenn man alle unsere Probleme in Betracht zieht, ist das erzielte Resultat ausgezeichnet:

Band---SSB QSOs--SSB Multis--CW QSOs--CW Multis--------Points
80-------------3-----------3-----------93------------27------------768
40----------262----------43---------510------------48----------4'812
20----------382----------55---------393------------40----------4'665
15------------23----------13---------197------------29----------1'224
10-------------1-----------1------------4--------------2-------------39

Total-------670---------114--------1'197----------147--------11'508

Total Score: 3'003'588.

Wir sind mit dem Resultat von 1'867 QSOs und drei Millionen Punkten sehr zufrieden. Mit besseren Antennen sind von diesem wunderschönen QTH aus bestimmt 2'500 QSOs und mehr möglich. Außerhalb des Contestes wurden weitere fünftausend QSOs gefahren.

Gegen Ende unseres Aufenthaltes auf Flores diskutierten wir natürlich die Gretchenfrage: Wo gehen wir nächstes Jahr hin? Bis jetzt haben wir zwei Vorschläge: Eine Wiederholung von CU8T, aber dieses Mal in der Kategorie Feststation auf einer Insel, da Antonio nun auf Flores ansässig ist und als CU8AS QRV geworden ist. Alternativ steht die Aktivierung der östlichsten Azoreninsel Santa Maria, CU1, EU-003, mit dem Leuchtturm Gonçalo Velho und eventuell des Leuchtturmes auf den Ameiseninselchen "Ilheus Formigas" auf dem Programm.

Eine dritte Möglichkeit wäre die Aktivierung der Insel Faial, CU7, EU-175. Allerdings wurde der Leuchtturm auf Faial 1998 durch ein Erdbeben zerstört und besteht im Moment nur aus einem Provisorium. Nach dem CQWW 160m CW Contest Ende Januar werden Antonio, CU8AS und ich nach Faial reisen und dort eine Woche lang als CU7/CU8AS resp. CU7/CT3FN aktiv sein. Daneben werden wir geeignete Standorte auf CU7 für den IOTA Contest evaluieren.

Die Entscheidung muß möglichst bald gefällt werden. Ich bin bereit, die Aktivität 2008 zu organisieren.

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14 Juni 2007

Helvetia-Kontest-Rekorde

Die Liste der Helvetia-Kontest-Rekorde wurde um die Sieger der jeweiligen Kategorie 2007 ergänzt. Allfällige Unstimigkeiten bitte melden, danke!

73, Stephan, HB9DDO

09 Mai 2007

HB9HLM mit SO2R-Setup

André, HB9HLM, aus Boudry NE, schreibt über seinen Effort im Helvetia-Kontest 2007:

"Eh oui c'est reparti pour un Helvetia Contest mono opérateur SSB depuis la maison, je suis très heureux de mon résultat. Pas beaucoup plus de QSO que l'an passé mais par contre presque 60'000 points de plus (963 Qs, 1075 Q-Pts., 156 Cty, 73 Cts, Claimed Score: 246'175).

Quelques belles ouvertures sur 10m et de très beaux DX sur 40m, la SteppIR à payé et m'a rapporté queqlues jolis multis sur les bandes hautes et puis la nouveauté avec le 160m qui rapporte aussi quelques beaux points.

Je trouve toujours dommage qu'il y'a cette fichue pause de six heures car cela fait râter beaucoup de QSO, pour ma part j'ai stoppé les activités de 22h00 UTC à 4h00 utc.

Merci à tout ceux qui m'ont donnés des points et à bientôt pour un nouveaux contest.

73 à tous de HB9HLM, CN2DX."

07 Mai 2007

HB9CT am Helvetia-Kontest 2007

DER HELVETIA-KONTEST-EFFORT VON HB9CT IST AUF YOUTUBE ZU ERLEBEN. KLICKEN SIE HIERAUF.

(v.l.n.r. HB9IQB, HB9CRV, HB9FMU, HB9DDO)

Die Ziele der Helvetia-Kontest-Gruppe (HKG) waren bei der Gründung klar: aktive Teilnahme an Kontesten, mit speziellem Augenmerk auf den Helvetia-Kontest. Wegen der derzeit starken zeitlichen Belastung gleich mehrerer Mitglieder (Umzug duch halb Europa, Einzug ins neue Eigenheim, Geschäftsreisen, QSL-Büro der USKA) verzichteten wir in diesem Jahr (noch) auf die Aktivierung eines etwas selteneren Kantons und setzten uns ins gemachte Nest bei HB9CA (Dank an die Letzi-DX-Gruppe!).

Allerdings wurde der Aufwand an Material dann doch gesteigert. Neben der vorhandenen Station mit diversen Yagis (10m-40m), einer Drahtpyramide für 80m und einem Dipol für 160m sollte eine vollwertige Station eingerichtet werden, für die Suche nach Multiplikatoren und fürs Duelling (abwechselndes CQ-Rufen auf zwei verschiedenen Bändern) während der "flaueren" Konteststunden.

(HB9IQB (l.), HB9CRV)

Diese Zweitstation bestand aus einem weiteren TS-870, einer 4-Ele.-SteppIR auf einem fahrbaren Flamexmast (Jakob, HB9BSJ, stellte wie schon in den vergangenen Jahren bei HB9FMU im Jura dieses beeindruckende Equipment samt tatkräftiger Unterstützung beim Auf- und Abbau zur Verfügung - Ham Spirit vom Feinsten!) sowie Dipolen für 80m und 160m. Für die Logführung und v.a. die saubere gegenseitige Verriegelung der beiden Sender wurde N1MM-Logger verwendet.

Die vielleicht wichtigsten Ausrüstungsgegenstände waren aber die beiden Bandfiltersätze, die es erlaubten, zwei Bänder in beliebiger Kombination parallel zu aktivieren. Dieses Setup hat sich bestens bewährt, wir waren vom guten Funktionieren selbst etwas überrascht.

Während der 24 Stunden Kontest waren zu jedem Zeitpunkt zwei Operateure im Einsatz, und die Belastung hielt sich so in Grenzen. Das wohl härteste Los hatten Hermann, HB9CRV, und Peri, HB9IQB, mit der Nachtschicht von 00-06 HBT gezogen.

(HB9DDO)

Wie auf Grund der praktisch nicht vorhandenen Sonnenflecken zu erwarten war, verlief der Kontest eher geruhsam, um nicht zu sagen zäh. Die sonst üblichen Pileups mit USA wollten nur über kürzere Zeiträume einsetzen, und Richtung JA kam es nicht einmal dazu.

Also konzentrierte sich alles darauf, möglichst viele Mutliplier auf mehreren Bändern zu arbeiten, und ein besonderer Dank gebührt all jenen Gegenstationen, die sich bereitwillig zu einem (oder gleich mehreren) Bandwechsel motivieren liessen.

Die 1521 QSOs waren vermutlich das Beste, was sich dieses Jahr herausholen liess, ebenso die 114 Kantons- und 214 Ländermultiplikatoren.

(HB9FMU)

Nach diesem aus unserer Sicht gelungenen Start mit dem Helvetia-Kontest ist die HKG natürlich hochmotiviert, die Resultate in den nächsten Jahren kontinuierlich im Einklang mit den steigenden Sonnenfleckenzahlen zu steigern. Und wir würden uns freuen, wenn sich weitere Gruppen zu einem echten Effort hinreissen liessen, so dass es bald zu einem echten Wettstreit in der Kategorie Mutli-Op/Mixed kommt.

vy 73, Stephan, HB9DDO

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12 April 2007

Two-in-one-Expedition

Von Hermann, HB9CRV, CT3FN

Am 18. Januar 2007 brachen Ruedi, HB9CQL, Alfons, DJ8VC, und ich, HB9CRV, nach Madeira auf. Nach der Ankunft stoppten wir bei Luis, CT3EE, und gemeinsam ging es weiter zur Westspitze Madeiras zum Leuchtturm Ponta do Pargo.



Wir übernachteten in dem kleinen Hotel „Residencial do Farol“, etwa 500 m vom Leuchtturm entfernt. Am Morgen begannen wir mit der Montage der Antennen und richteten parallel die beiden Shacks ein. Dank der Spezialbewilligung, ausgegeben vom Hafenkommandanten Sr Coelho Candido, stellte uns der Leuchtturmwärter eine Drei-Zimmer-Wohnung im Leuchtturm zur Verfügung.

An Antennen standen uns zur Verfügung: Cushcraft R5, G5RV, Dipole für 40m und 80m, 5-Band-GP und eine Delta Loop für 30m.

Ruedi, HB9CQL, brachte um 13 Uhr UTC unser Call CT9F in CW in die Luft. Bis zum Eindunkeln waren alle Antennen montiert und die drei Stationen installiert. Wir benutzten je einen Transceiver des Typs IC-756PROIII und FT-1000MO sowie einen TS-870 als digitale Station. Als Verstärker waren die FET-PA mit 600 Watt und die AL-1500 in Betrieb.

Mittlerweile traf von der Nachbarinsel Porto Santo Jose, CT3MD, ein. Duarte, CT3KY, transportierte mit seinem Taxi dicke Vierkanthölzer, die zu einer RX-Antenne nach K9AY zusammengeschraubt werden sollten.

Es wurden ständig zwei Stationen (CW und SSB) parallel betrieben sowie zeitweise die Station von Duarte in RTTY und PSK31.

Am Samstag legten wir im UK DX RTTY Contest los. Trotz der Bandpaßfilter hatten wir Probleme mit Interferenzen, zeitweise mußten wir in SSB den Betrieb einstellen.

Die pile-ups entwickelten sich vor allen Dingen auf 17m, 30m und 40m. Da unsere Lizenz am Sonntag um Mitternacht auslief, stellten wir notgedrungen den Betrieb dann ein. Immerhin standen am Ende der Leuchtturmaktivität total 4224 QSO’s im Log: 1742 in SSB, 1860 in CW, 563 in RTTY und 59 in BPSK31.

Am Montag wurde abgebaut und mit dem Jeep von CT3BX das Material zu unserem Contest-QTH auf den Berg Cruz das Mocas transportiert. Wir verlagerten uns am Dienstag auf den Ostteil der Insel, nach Caniço de Baixo, wo ich zwei Ferienwohnungen gemietet hatte.

Von dort fuhren wir über die Autobahn in etwa 40 Minuten zu „unserem Berg“ Cruz das Moças. Hier begann eine endlose Fehlersuche an der 160m-Delta Loop, die wir im vergangenen Jahr an einem 55 m hohen Stahlgittermast installiert hatten.

Das SWR betrug 1:5! Der SWR-Analyzer von MFJ war völlig überfordert, da auf der Bergspitze komplett andere Verhältnisse vorliegen, als wir sie von Mitteleuropa her gewohnt sind.

Statische Felder induzierten relativ hohe Spannungen und täuschten ein hohes SWR vor. Die angezeigten Meßwerte waren falsch und wurden zusätzlich noch durch zwei UKW-Rundfunksender mit 1,5 kW und 500 Watt verfälscht.

Kurzzeitiges Abschalten beider Sender brachte keine besseren Messresultate. Erschwerend kam hinzu, daß wir für die Demontage und Montage einen jungen YO-Arbeiter von CT3BX anfordern mußten. Von den drei OM DJ8VC, HB9CQL und HB9CRV wollte keiner auf den Tower klettern …

Am Ende fanden wir ein abgesoffenes Koaxkabel (RG-11) vor. Am Freitag nachmittag erhielt ich von CT3BD neues RG-11, doch bei der Montage dunkelte es bereits! Das SWR „verbesserte“ sich auf 1:4. Entnervt beschlossen wir, keine Zeit mehr in die Antenne zu investierten und versuchten, die Delta Loop mit 3kW-Matchboxen von MFJ zu matchen.

Mit 100 Watt gelang das auch, aber sobald wir die Leistung aus der Alpha 87 erhöhten, feuerte es in der Matchbox. Hätte ich doch meine Drake MN-2700-Matchbox mitgenommen! So blieb uns keine andere Wahl, als meine Reserve-FET-PA mit eingebauter Matchbox in Pi-Filter-Konfiguration einzusetzen. Diese Matchbox verkraftete das 1:4 SWR klaglos, und zusammen mit einem FT-1000MP bestritten wir den 160m-Contest.

Die Operators waren Alfons, DJ8VC, Ruedi, HB9CQL, und ich, HB9CRV, wir benutzen mein Inselrufzeichen CT3FN.

An RX-Antennen standen eine Beverage in Richtung Westen und eine K9AY RX Loop zur Verfügung. Beide Antennen wurden durch die Feldstärken der UKW-Sender völlig neutralisiert, wir mußten allein mit der Delta Loop als TX- und RX-Antenne arbeiten. Ein Highlight war sicher das QSO mit ZL3IX in der Morgendämmerung! VK6HD hörte uns, aber wir konnten sein Call nicht vollständig aufnehmen. Schade, das wäre eine Erstverbindung für mich gewesen. Alle zwei Stunden wechselten wir den Operator. Zum Ausruhen hatte ich ein Zelt aufgebaut und aus der Ferienwohnung zwei Decken mitgenommen. Aber wir froren jämmerlich, waren es doch Sonntag früh gerade noch 4°C!

Das Ergebnis war trotz der Antennenprobleme besser als im vergangenen Jahr:

1209 QSO, 64 DXCC, 49 Multis, 12031 QSO-Punkte, 1'359'503 Score-Punkte.

Bereits arbeiten wir an der Lösung der Antennenprobleme für nächstes Jahr! 2008 werden wir aber zwei getrennte Aktivitäten erleben: CQWW 160m
Contest Ende Januar und die Aktivierung des Leuchtturmes Sao Lourenço im Sommer. Dieser Leuchtturm befindet sich auf dem östlichsten Zipfel von Madeira, der Ilhéu de Farol.

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29 Januar 2007

HB9CT off and running!

Der CQWW 160m CW ist Geschichte, und HB9CT war erstmals mit von der Partie!

Aus zeitlichen Gründen und wegen einer kleinen technischen Stolperfalle hat sich unser Einsatz beim CQWW 160m CW auf die Zeit von samstag mittag bis sonntag früh beschränkt.

(Bild: Stephan, HB9DDO, den Abbau der D-Schicht fest im Blick)

Hauptziel der erstmaligen Aktivierung des Helvetia-Kontest-Gruppe-Clubrufzeichens HB9CT war es, in möglichst vielen Logs aufzutauchen, gelegentlich in den Rufzeichendatenbanken erfasst zu werden und somit die Rückfragen im Kontest betr. dem Rufzeichen zu reduzieren.

Vor allem zu Beginn mussten wir das Rufzeichen doch des öfteren bestätigen. Die "HB9CT? pse cfm" haben sich aber im Lauf des Tages (und mit jedem Eintrag von HB9CT im Cluster) merklich reduziert.

Während naturgemäss anfänglich v.a. europäische Stationen ins Log kamen, aufgelockert von gelegentlichen Zückerchen wie Afrika und Asien, ging es nach Mitternacht dann langsam mit den Nordamerikanern los.

Am Ende waren rund 60 Stationen aus USA und Canada im Log. PJ2T hat uns zu Südamerika verhofen. Leider haben wir es nicht geschafft, eine Station aus Ozeanien zu erreichen, und das Topband Worked All Continents bleibt uns vorerst verwehrt. Aber 64 verschiedene DXCC-Entities sind ein ordentlicher Start.

(Bild: Phil, HB9FMU: Oh, boy, eight beverages definitely deliver the goodies!)

Die Pileups waren streckenweise ganz ordentlich; nicht einfach, einzelne Rufzeichen oder Fragmente davon herauszulesen.

Der verwendete Dipol hat sich gut bewährt, jedenfalls waren die meisten DX-Stationen, die zu hören waren, auch innert nützlicher Frist zu arbeiten. Und die acht Beverages haben einmal mehr gezeigt, dass sich der Aufwand für Auf- und Abbau durchaus lohnt.

Eine Zusammenfassung:
HB9CT
CQWW 160m CW, Multi-OP HP, Operators HB9DDO, HB9FMU.
QTH Letzi, zu Gast bei HB9CA, Operating-Time: 18h.
Rig: TS-870, Dipol, Beverages (8).
QSO: 762. Multiplier 87 (62 DXCC, 25 States/Provinces).
Claimed Score: 366'183.

Nun ist das Rufzeichen der HKG auch im Kontest inauguriert. Wir freuen uns auf die folgenden Konteste!


Vy 73, Stephan, HB9DDO

18 Januar 2007

Leuchtturm-Aktivierung auf Madeira

Wie Hermann, HB9CRV, meldet, wird vom 19. bis zum 23. Januar 2007 der Leuchtturm Ponta da Pargo (WLOTA LH0053, ARHLS MAD005, DFP FMA004, 32°49' N 17°16' W) in CW, SSB, RTTY und BPSK31 von 10m-80m unter dem voraussichtlichen Call CT9F aktiviert werden. Die Ops sind: CT3EE, CT3MD, DJ8VC, HB9CQL, HB9CRV/CT3FN. QSL via CS3MAD; bureau ok.

Außerdem wird Hermann, HB9CRV, unter seinem makaronesischen Call CT3FN gemeinsam mit DJ8VC und HB9CQL am CQWW 160m DX Contest vom 27./28. Januar 2007 in der Kategorie Multi-One teilnehmen. QSL via HB9CRV; bureau ok.

11 Januar 2007

Scientists Predict Big Solar Cycle

Solar cycle 24, due to peak in 2010 or 2011 "looks like its going to be one of the most intense cycles since record-keeping began almost 400 years ago," says solar physicist David Hathaway of the Marshall Space Flight Center.

He and colleague Robert Wilson presented this conclusion last week at the American Geophysical Union meeting in San Francisco.
Hathaway explains: "When a gust of solar wind hits Earth's magnetic field, the impact causes the magnetic field to shake. If it shakes hard enough, we call it a geomagnetic storm." In the extreme, these storms cause power outages and make compass needles swing in the wrong direction. Auroras are a beautiful side-effect.
Hathaway and Wilson looked at records of geomagnetic activity stretching back almost 150 years and noticed something useful:. "The amount of geomagnetic activity now tells us what the solar cycle is going to be like 6 to 8 years in the future," says Hathaway.
Cross correlating sunspot number vs. IHV, they found that the IHV predicts the amplitude of the solar cycle 6-plus years in advance with a 94% correlation coefficient.
"We don't know why this works," says Hathaway. The underlying physics is a mystery. "But it does work."
According to their analysis, the next Solar Maximum should peak around 2010 with a sunspot number of 160 plus or minus 25. This would make it one of the strongest solar cycles of the past fifty years—which is to say, one of the strongest in recorded history.
Astronomers have been counting sunspots since the days of Galileo, watching solar activity rise and fall every 11 years. Curiously, four of the five biggest cycles on record have come in the past 50 years. "Cycle 24 should fit right into that pattern," says Hathaway.
These results are just the latest signs pointing to a big Cycle 24. Most compelling of all, believes Hathaway, is the work of Mausumi Dikpati and colleagues at the National Center for Atmospheric Research (NCAR) in Boulder, Colorado. "They have combined observations of the sun’s 'Great Conveyor Belt' with a sophisticated computer model of the sun’s inner dynamo to produce a physics-based prediction of the next solar cycle." In short, it's going to be intense. Details may be found in the Science@NASA story Solar Storm Warning.
"It all hangs together," says Hathaway. Stay tuned for solar activity.

Quelle: NASA, January 2007

01 Januar 2007

Helvetia-Kontest-Gruppe: HB9CT

In den vergangenen Jahren belegten HB9DDO, HB9IQB, HB9FMU und HB9CRV (v.l.n.r.) beim Helvetia-Kontest tiefe Ränge bzw. sie errangen Siege. Fast schien es, als wären in der Multi-Kategorie die Würfel bereits vor dem Kontest gefallen (siehe "Resultate Helvetia-Kontest 2001-06" in der linken Spalte).
Nun haben sich die vier Ops zusammengetan und einen Contest Club gegründet, um das Score weiter zu erhöhen.
Den ersten Schliff holte sich die HKG beim CQWW CW 06, unter dem Call HB9IQB, im modifizierten QTH von Josef, HB9DBV, in Nuolen, SZ.
Ab dem 1.1.07 firmiert die HKG unter dem eigenen Call. HB9CT wird sich vor allem auf die Teilnahme an den Helvetia-KW-Kontesten konzentrieren, aber auch bei den großen Contests wie CQWW und WPX mit von der Partie sein.
Mehr zur Zusammensetzung der HKG findet sich auf der HKG-Website.

USA schaffen CW als Prüfungsfach ab

Nachdem die europäischen Staaten die Morsetelegrafie als Zulassungsbedingung für den Kurzwellen-Amateurfunk abgeschafft haben, ziehen nun, ebenfalls nach kontroverser Diskussion, auch die USA nach.
Die New York Times faßt die neuen Realitäten in Sachen CW in den USA zusammen.

(Bild: RockMite, 20m-CW-QRP-TRX, hier mit Paddle; HB9IQB)

Vy 73 de Peri, HB9IQB, HTC 196