IOTA und Leuchtturmexpedition zur Azoreninsel Santa Maria CU1
Aus Deutschland, Portugal und der Schweiz trafen am 20. Juli Luis CT1EEQ, Arlindo, CT1EGW, Lutz, DL9DAN, Ruedi HB9CQL und Hermann, HB9CRV auf Santa Maria, CU1 ein, wo uns Antonio, CU8AS erwartete. Antonio war bereits am 17.7. eingetroffen, und hatte sich um den Transport des Materialcontainers vom Hafen zu unserem QTH in Terras do Raposo im Osten der Insel gekümmert. Antonio informierte uns, dass er sofort zur Beerdigung eines Neffen nach Portugal abreisen müsse und am Mittwoch Abend zurück sei. So mussten wir den Aufbau der Antennen ohne ihn bewältigen, was zum Teil recht knifflig war, da Antonio den Materialcontainer gepackt hatte: Wo ist was war die am häufigsten gestellte Frage.

Am Dienstag Abend standen auf einem Hügel hinter dem Haus der Cushcraft A3S Beam mit 40m/80m/160m inverted V Coaxdipol darunter und auf der Wiese vor dem Haus Butternut HF9V, 4 el. 6m Beam und 12m/17m/30m Kelemen Dipol. Überraschenderweise hatte es Antonio geschafft, bereits am Dienstag Abend wieder auf Santa Maria einzutreffen und so konnten wir den Antennenbau am Mittwoch mit der Installation der BMW Loopantenne abschliessen.
Am Mittwoch reiste Tony, CU2HJA von Sao Miguel per Schiff an. Er brachte seinen Landrover, voll gepackt mit Lebensmitteln, mit.
Unser QTH war in Terras do Raposo. Das ist ein kleiner Ort oberhalb des Leuchtturms Goncalo Velho an der Süd-Ostspitze von Santa Maria gelegen. Das Haus hat 3 Schlafzimmer, ein grosse Wohnzimmer, welches als Shack für die Runningstation und die digitale Station und auch als Esszimmer gebraucht wurde und eine grosse Küche, in der die 3. Station stand und in der unser Koch Tony CU2HJA fleissig kochte.
Leider war in dem Haus in Terras do Raposo nicht genug Platz für die gesamte Mannschaft und so mussten wir weitere Häuser in Lagoinhas an der Nordküste dazu mieten. Damit wurden dann auch Leihwagen fällig, was eigentlich auch nur dank der Vermittlung von Antonio gut geklappt hat.
Als Stationen hatten wir einen FT1000MP plus Challenger II PA 1 kW out, meinen K3 mit FET PA 500 Watt out, einen neuen IC7000 von Lutz für die digitalen Modes, einen Alinco für die 6m Bake und als Reserve einen IC736. Die Technik hat gut durchgehalten mit Ausnahme eines Schaltnetzteiles für die FT PA. Dort ist eins von sechs Modulen ausgestiegen. Und ein kW Automatictuner von MFJ gab ebenfalls den Geist auf.
Wir waren je nach Ausbreitungsbedingungen mit 2-3 Stationen parallel QRV. 6m wurde als CU1B mit einer Bake auf 50.113 MHz bedient. Sobald Bandöffnungen auftraten, wurde abwechselnd in CW und SSB gearbeitet. Die weitesten Verbindungen gelangen mit UU6JJ (KN75) und UT7IL in die Ukraine. Kanada und die Ostküste der USA konnten eher selten gearbeitet werden, da in diese Richtung der Pico Alto mit 587 Metern Höhe im Weg war. Puerto Rico wurde ebenfalls gearbeitet.

Am 7.8.08 hatten wir eine sehr schöne 6m Tropoöffnung nach Europa und konnten total 193 QSOs realisieren. Da die Lizenz von CU1B nur bis zum 3.8. gültig war, wurde unter CU1/CT3FN gearbeitet. Dabei kamen Stationen aus 9A, CT, DL, EA, F, GM, G, HA, HB9, IV3, IT, OK, ON, OY, OZ, PA, SM, SP, und SV ins Log. Die Öffnung dauerte von 15.58 UT bis 18.00 UT. Ruedi, HB9CQL war bereits wieder zurück in der Schweiz und konnte uns auf 6m in CW erreichen!
Im IOTA Contest arbeiteten wir als CU1T m/s mixed Mode. Es wurden in 3h Schichten abgewechselt und pro Schicht war je ein CW und SSB Operator eingeteilt. So konnten wir rasch auf Bandöffnungen resp. Angehobene Condx mit Wechsel der Betriebsart reagieren und von CW mit hauchdünnen Signalen auf SSB umstellen.
BAND----SSB---IOTA---CW---IOTA---Points-----AVG
--80-------26------26----13-------13-----585-----15.00
--40-------72------39---135------30----1667-------8.10
--20----1009------72---473------33----7974-------5.38
--15-------82------29---132------27----1554-------7.26
--10------169------16-----7-------7------984-------5.59
Total----1358-----182--760-----110---12774-------6.03
TOTAL QSO: 2188
TOTAL SCORE : 3 730 008
Die Propagation war mässig und wir hatten nur kurze Öffnungen auf 10m und 15m. Damit trug das 20m Band mit 1482 QSOs die Hauptlast der Verbindungen.
Vor und nach dem IOTA Contest sowie im EU HF Championship wurde unter CU1F gearbeitet und der Leuchtturm WLOTA LH 2978 verteilt.
Band----SSB----CW----RTTY----Dupe
160--------0------1---------0--------0
-80--------3-----92---------0--------3
-40-------88----499--------0-------27
-30--------0----684--------0-------23
-20----2094---2116-------71------249
-17--------9-----830-------0-------50
-15----551--682------0-----40
-12------0--221------0------4
-10------0---60------0------2
Total-2745-5197-----71----397
TOTAL QSO : 8010 ohne 397 Dupes
Vom 4.8. bis 7.8. waren dann nur noch Antonio, CU8AS und Hermann, CT3FN / HB9CRV als CU1/ home call QRV.
Gesamthaft war unsere Expedition nach Santa Maria mit total 13'806 QSOs sehr erfolgreich:
CU1F---------8407 QSOs
CU1T---------2118 QSOs
CU1B----------174 QSOs
CU1/CT3FN----1872 QSOs
CU1/CU2HJA-----50 QSOs
CU1/CU8AS------53 QSOs
CU1/DL9DAN----320 QSOs in Digimodes
CU1/CT1EGW----612 QSOs
CU1/CT1EEQ----200 QSOs
Am Freitag, 8.8. wurden die Antennen demontiert und in den Container für den Transport nach Flores, CU8 verpackt. Dabei passierte beim Abkippen des A3S Beams ein Missgeschick: Der Mast mit dem Beam kippte seitlich weg und der Beam wurde wieder demoliert. Antonio hatte diesen Beam, welcher 2007 im Vorfeld des IOTA Contests durch einen Sturm zerstört worden war, sorgfältig repariert und nun war er erneut kaputt. Pech!

Zum Schluss noch die obligatorische Frage, wohin es nächstes Jahr geht: Nach Faial, CU7!
Ein Dankeschön geht an unseren Sponsor SDXF und auch an die SATA, welche für das umfangreiche Mehrgewicht keinen Euro verlangte.
73’s Hermann, HB9CRV / CT3FN













